Nachts um Eins sind die Straßen schön leer. Deeskaliert habe ich und auch noch direkt einen Parkplatz bekommen. Läuft ... jedenfalls manchmal auch vorwärts. Teilweise aber eher rückwärts und bergab... oder so. Gute Nacht.
Dienstag, 14. September 2021
Montag, 13. September 2021
Kompliziert
Mittwoch, 8. September 2021
Neue Dimension
Die Tage fliessen vorbei. Geplant ist, die Paralympioniken am Flughafen zu begrüßen. Auf dem Wege die letzten Dinge einzukaufen werde ich abgefangen. Eine fremde Nummer, ein befremdlicher Anruf. Die Mutter des Freundes der Tochter. Darauf hin kehre ich um und rufe den RTW. Betrete wieder die Parallelwelt. In der Klinik ein "die war doch erst da" der Mitarbeiter. Stimmt, erst vergangene Woche entlassen. Damals mit einer Stoffwechselentgleisung, heute mit einem neuen Suizid. Ein Wort, dass mir inzwischen viel zu leicht über die Lippen kommt. Aber, die Klinik vor Ort hat keinen Platz, daher geht es weiter.
Es hämmert in meinem Kopf. Hört das nie auf? Findet sie immer neue Wege? Wo endet es? Endet es irgendwann damit, dass sie sich nicht finden lässt und es dann endlich "geschafft hat"? Gibt es Schutz? Für sie? Für uns? Wir wissen, dass wir uns auf einem Drahtseil befinden, aber der Absturz tut immer wieder neu weh ....
Gekündigt
Erst der Anruf vom Jugendamt, dann das Gespräch in der Wohngruppe. Der Platz ist gekündigt ... eine wohnortnahe Lösung soll angestrebt werden.
Liebevolle Verabschiedung, ein paar Tränen fliessen, während ich versuche all den Kram ins Auto zu packen...
Das Jugendamt hat einen Vorschlag, den wir dankbar aufnehmen. Ein neues Vorstellungsgespräch. Der Jugendamtsmitarbeiter an seinem vorletzten Arbeitstag, die Erziehungsleitung hat noch drei Wochen, bevor sie die Stelle wechselt. Skurril. Es klingt ok - Skepsis nach den gemachten Erfahrungen ist völlig normal. Halbherzig sagt die Tochter zu, die neue Wohngruppe sagt ab. Der Betreuungschlüssel passt nicht.
Mit Wohngruppe ist doof, ohne Wohngruppe geht es irgendwie auch nicht. Wohin geht der Weg?