"Tina, da ist was los mit deinem Papa", ruft mich seine Nachbarin an. Rettungswagen, Notarzt, schliesslich Klinik 90km entfernt. Hirnblutung operiert.... und das bange Warten. "Die OP hat er gut überstanden, alles weitere werden die nächsten Tage zeigen."
Für uns stand das lang ersehnte auftank-Wochenende der Gemeinde an. Fahr ich, fahr ich nicht? Ich fahr ... im künstlichen Koma nimmt es mein Papa mir sicherlich nicht übel, wenn ich statt Freitag erst Sonntag komme.
So stehen wir Sonntag alle drei an seinem Krankenbett. Ein ernüchterndes Gespräch mit dem Arzt und Fragen, denen wir uns stellen müssen, weil es keine Patientenverfügung gibt. Uffz ...
Die Richtung ist schnell klar, der Arzt stimmt uns zu. So würde er für seine Angehörigen auch entscheiden. Nein, im künstlichen Koma läge er nicht mehr, schon seit Freitag nicht. "Aber..." Kann niemand sagen. Vermutlich sind die Schädigungen so groß, dass ihm weitere Reaktionen nicht mehr möglich sind. Es sei schon ein großes Areal, dass betroffen sei....
Tief betroffen fahren wir alle unserer Wege.
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