Es war im Juli und zwei grosse Jungs blätterten mehr oder weniger motiviert sich durch Bastelbücher. Die Arbeitsaufgabe der Gruppenerzieherin war, dass sie sich etwas raus suchen sollten. "Gefällt mir nicht", "ist doof" und so ähnlich waren die Kommentare. Bis sie auf Häuser, bzw. ein Schloss aus Kisten kamen. Da flackerte Interesse auf. Sie wollten schon weiter blättern als ich dazu kam und meinte, dass ich Kisten haben würde. Die waren für ein anderen Projekt gedacht gewesen, was sich so nicht hatte umsetzen lassen (mein Schützling hatte keinerlei Interesse daran).
Sehr zum Ärger der Jungs habe ich dann die Bücher bei Seite gelegt. Gemeinsam haben wir den Tisch vorbereitet, die Kisten ausgepackt und geplant. Schnell noch das Altpapier durchforstet, ob noch was geeignetes da ist, und schon bald war der Plan fertig. Verschiedene Überlegungen und Entscheidungen mussten getroffen werden - bis es ans kleben ging. Die Farben für die Burg standen auch bald fest. (Leider habe ich vom Werden nicht so viele Bilder gemacht, da ich gleichzeitig die bastelnden Jungs und meinen Schützling betreut habe. Das war anstrengend, aber toll :).
"Wir brauchen auch ein Burgtor." Ähm, ja ... auf die Idee, dass man das einfach prickeln könnte bin ich gekommen, als mir das Bastelmesser abgebrochen ist. Und Bewohner? Stimmt, die brauch es ja auch. Wie bastelt man bitte halbwegs spielbare Ritter? Korken waren die Lösung. "Bekommen wir eine Schablone für Schild und Schwert?" "Nö, das könnt ihr selbst entwerfen." Grosse Kulleraugen waren die Folge, aber alle Jungs haben sich tapfer hin gesetzt, haben gezeichnet, geflucht, verworfen und letztlich ausgeschnitten, angemalt und geklebt. Toll sind die Ritter geworden! (Bisher waren nur Jungs beteiligt, aber wir sind uns einig, dass auch noch Mädchen fehlen. Auch die Burgfräullein werden wohl ein Schwert in die Hand bekommen....)
Heute wurde die Burg dann frei gegeben in der Gruppe zum spielen. Die rechte Burgseite lässt sich aufklappen umd die Figuren alle gut unter zu bringen.




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