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Donnerstag, 15. Mai 2014

Gänsehaut...oder, warum ich doch wieder eine Liste schreibe

Gänsehaut hatte ich heute morgen, als ich in der Rhein-Zeitung die rührende Geschichte von Kaileigh Fryer gelesen habe. Vielmehr die Geschichte ihrer Lebensträume.
Kaileigh selbst stirbt leider im April mit nur 19 Jahren bei einem Verhehrsunfall. Im Tagebuch, so berichtet die Rhein-Zeitung, findet die Familie eine Liste von 50 Dingen, die sie im Leben gerne noch erreichen wollte. Sie verteilt die Liste bei der Beerdigung und setzt damit eine erstaunliche Welle in Gang. Andere beginnen diese Liste abzuarbeiten. Die Wünsche gehen von "inspirire jemanden" (hat sie geschafft, siehe weiter unten) bis hin zu wünschen, die erstaunlich für eine 19jährige sind. Ein Weihnachtsessen für Obdachlose organisieren zum Beispiel, oder Mentor für jemanden sein. Auch einen Baum wollte sie Pflanzen.
Wer einen Facebook Account hat, kann die Liste in der Erinnerungsgruppe einsehen.
Warum beschreibe ich das? Es begann harmlos, dass Familienmitglieder und Freunde anfingen die Liste abzuarbeiten. Inzwischen sind über 700 Menschen aus der ganzen Welt in der Gruppe und melden sich, wenn sie einen der Punkte erledigt haben.
Mich fasziniert daran, welch unterschiedliche Ziele diese Liste hat. Segeln in der Karibik, Pizza essen in Italien oder ehrenamtlich im Ausland tätig sein. 365 Dinge die sie glückliche machen wollte sie auch aufschreiben und ein Jahr lang jeden Tag ein Foto machen.
Ziele, die ich so mit 19 nicht hatte. Da habe ich mich vor allem für das anstehende Abitur interessiert und was ich danach machen möchte. Wobei, ehrenamtlich tätig war ich damals auch schon. Irgendwann habe ich eigene Lebensziele ganz aus dem Blickfeld verloren und angefangen darüber nach zu denken, als Kim ihr Buch von Frida veröffentlicht hat.
Eigentlich klappt das bei mir mit Vorsätzen nicht so wirklich. 30 Tage, 30 Listen habe ich nur bedingt durchgehalten und auch der Versuch jeden Tag ein Foto zu machen versandete nach einigen Wochen. Aber eine Liste mit Dingen, die ich erledigen möchte, die werde ich schreiben. Ich bin mal gespannt, wie lang sie wird.
Danke Kaileigh - und im Sommer werde ich für dich eine Blume an der kroatischen Küste ins Meer legen und damit an deine Reise nach Kroatien denken, die du gerne machen wolltest.

Sonntag, 11. Mai 2014

Herzen zum Muttertag

Eigentlich wollte ich noch viel mehr von Caro und vor allem ihrer tollen Aktion schreiben. Dazu aber später. Heute sammelt sie Herzen, zu denen ich gerne zwei dazu steuere:

Einmal nicht ganz vollständig, aber dennoch schön....

Und das gehört sicher zu einer ganz besonderen Mäusefamilie :D.

Dienstag, 6. Mai 2014

Inklusion, um jeden Preis?

Was ich mir unter der Veranstaltung vorgestellt hatte, weiss ich nicht so recht. Nicht überrascht war ich, dass kaum Eltern an dem Abend da waren. Statt dessen Erzieherinnen, Leute aus dem schulischen Bereich, einige meiner Kolleginnen auch vom anderen Träger.Es ging um die schulische Situation von Familien, die ein Kind mit einem besonderen Förderbedarf haben. Dabei rasselten zwei Welten aneinander. Die der Eltern, die der Meinung sind, dass man die Schulen durch die Anwesenheit eben dieser Kinder quasi dazu nötigen muss, sich mit dem Thema auseinander zu setzen war die eine. Die andere kam von uns, nämlich gut auf das Kind zu schauen und die Eltern bei der Schulwahl zu begleiten und auch Förderschulen (so lange es sie noch gibt) mit in Betracht zu ziehen.
Schwierig... ich kann die Eltern ja auch irgendwie verstehen....

Die ersten...

... Kuchen, die meine Kinder mit meiner Assistenz selbst gebacken haben.

Eine Erdbeertorte meiner Grossen für das Osterfrühstück der Familie und

eine Torte meiner Mittleren zum 40. Jubiläum von ihren Pfadfindern.
Sonntagsfreude, gleich zwei Mal innerhalb von zwei Wochen. :)

Annäherungen


Ostermorgen

Die Zeit vor Ostern ist seit 6 Jahren irgendwie besonders.Langsam zieht es mich nicht mehr runter, aber es ist noch nicht Zeit für eine bewusst als solche gestaltete Fastenzeit. Wenig Zeit für Vorsätze irgendwie. Wenig Zeit für mich.

Aber dennoch...
 ... eine Zeit um Neues zu wagen (Mut haben, dass sich andere ein Bild von mir machen und dies ausstellen dürfen),
 .... und neben vielen anderen Dingen auch ein besonderes  Dankeschön für die alltägliche Arbeit zu bekommen.
 Ostern selbst begann, wie jedes Jahr, mit dem Osterfeuer am Schlachthof. Dann ging es weiter mit dem Ostermorgen-Gottesdienst, zu dem mich die beiden Mini-Käfer begleitet haben. Sichtlich beeindruckt von diesem Gottedienst, planen sie ihre eigene Taufe für das kommende Jahr. (Für mich eine ganz besondere Sonntagsfreude, wie sehr der Wechsel sich positiv auf die Familie auswirkt.)
 Und dann, dass, was auch meinen Grossen noch am Herzen liegt. Ab in den Wald zum Ostereier verstecken/suchen. Besondere und rare Familienmomente.


"Mir wird kalt"

"drei Stunden nach der letzten Mahlzeit" ... so  heisst es, soll man frühestens laufen gehen. Ähm, ja. Einmal habe ich den Rat ignoriert und es durchaus bereut. Soweit sogut. Wäre ja nicht so schlimm, hätte ich nicht (vor allem mir selbst) versprochen 5,3km im Juni beim Firmenlauf zu laufen. Mir. Die eine Kondiition hat, wie eine fusslahme Schnecke. Und ungefähr auch das Tempo.
Okay - ein wenig Wissen angelesen, Turnschuhe geschnürt und los gehts. Meine Trainingsstrecke ist 2km lang, derzeit noch genug. Eine Mischung aus walken und joggen, damit meine Gelenke nicht direkt jammern und auch, weil es anders nicht geht.
Nur, seit 2 Tagen erlaube ich mir den Spass eines Endspurts. Die letzten 25 bis 50 Meter, je nach Motivation und Laune. Heute hat mich einer dabei beobachtet und meinte mir gute Tipps geben zu müssen. Immer wieder spannend, wie viel Mitmenschen aus 2 Minuten (wenn er mich überhaupt so lange gesehen hat) raus lesen und wie sehr sie bemüht sind, ihren Rat anderen aufzudrücken. Bestimmt ist er Verkäufer. Und bestimmt ist er jetzt beleidigt. Denn, ich habe nicht "ja, toller Rat, danke" gesagt, sondern "mir wird kalt".... was, wie ich finde, nach 22 Uhr, wenn man geschwitzt ist, gar nicht so verkehrt ist.... und jetzt beschäftigt mich, warum mir gerade dieser Mensch begegnete und so wenig Rücksicht auf mich genommen hat.

Aber, so ohne Stock zu laufen (sonst mache ich gerne mal StockentenlauNordic Walking) hat was... ich hoffe, ich halte durch.